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Arbeitsweisen & Konzepte
Professionelle Werkzeuge für nachhaltige Entwicklung

Wir arbeiten mit bewährten und wissenschaftlich fundierten Methoden, die Menschen in ihrer Entwicklung unterstützen. Von videobasierter Beratung über Gewaltprävention bis hin zu traumasensibler Arbeit.

Marte Meo

„Aus eigener Kraft" – Lateinisch

Marte Meo ist eine bildbasierte Beratungsmethode zur Entwicklungsförderung. Video-Clips und Standbilder von Alltagsaufnahmen werden analysiert, um gelungene Interaktionen sichtbar zu machen und vorhandenes Potenzial aufzudecken. Aufgrund der Zugänglichkeit der Methode, klarer Struktur und einfacher Sprache ist die Beratung mit Menschen aus allen Lebensbereichen möglich.

Ablauf der Beratung

  • 1. Videoaufnahme im Alltag
  • 2. Analyse der Interaktionen
  • 3. Gemeinsame Besprechung
  • 4. Umsetzung im Alltag

Einsatzbereiche

  • Pädagogik: Kitas, Schulen, Jugendhilfe
  • Pflege: Kommunikation & Beziehung
  • Therapie: Ergänzende Methode

Vorteile

  • Ressourcenorientiert
  • Alltagsnah & konkret
  • Sofort umsetzbar
  • Wertschätzend

Für wen geeignet

  • Eltern & Familien
  • Pädagogische Fachkräfte
  • Pflegekräfte
  • Therapeut:innen

Gewaltprävention

Anti-Aggressivitäts-Training

Gewaltprävention dient der Prävention von verbalen und körperlichen Angriffen durch bereits durch gewalttätiges Verhalten auffällig gewordene Personen. Hierzu kommen speziell ausgebildete AA-Trainer:innen zum Einsatz, die mit einer Mischung aus Konfrontation und Verständnis an nachhaltiger Verhaltensänderung arbeiten.

Arbeitsansatz

  • Perspektivwechsel
  • Selbstwahrnehmung
  • Handlungsalternativen
  • Deeskalation

Zielgruppe

  • Jugendliche & junge Erwachsene
  • Personen mit Gewaltverhalten
  • Intensivstraftäter
  • Einzelpersonen & Gruppen

Methoden

  • Konfrontative Gesprächsführung
  • Opferperspektive einnehmen
  • Rollenspiele & Übungen
  • Deeskalationstraining

Ziele

  • Gewaltfreies Verhalten
  • Verantwortungsübernahme
  • Empathieentwicklung
  • Nachhaltige Verhaltensänderung

Gewaltfreie Kommunikation

Nach Marshall Rosenberg (Nonviolent Communication, NVC)

Die Gewaltfreie Kommunikation ist eine Methode, die die Kommunikation zwischen Menschen in verschiedenen Beziehungskonstrukten verbessern soll. Sie bietet einen sicheren Raum für negative Gefühle und Probleme, bei dem der wertschätzende Ansatz deeskalierend wirkt und Sicherheit vermittelt.

1

Beobachtung

Was nehme ich wahr? Objektive Beschreibung der Situation ohne Bewertung oder Interpretation.

2

Gefühl

Was fühle ich dabei? Ausdruck der eigenen Emotionen ohne Schuldzuweisung an andere.

3

Bedürfnis

Was brauche ich? Identifikation des zugrundeliegenden Bedürfnisses hinter dem Gefühl.

4

Bitte

Was wünsche ich mir konkret? Formulierung einer klaren, umsetzbaren Bitte ohne Forderung.

Wirkung der Methode

Durch Beobachtung und Reflexion in vor allem konfliktbehafteten Situationen wird ein Kommunikationsmodell angewandt, welches dabei unterstützt, Emotionen und Belastungen zu verbalisieren, ohne das Gegenüber dabei zu verunglimpfen. Gewaltfreie Kommunikation kann überall dort angewandt werden, wo Menschen miteinander agieren.

Systemische Traumapädagogik

Traumasensibler Zugang für das gesamte Familiensystem

Ausgangslage und Idee

In mehreren Jahren der Erfahrung in der ambulanten Jugendhilfe konnte beobachtet werden, dass viele Hilfen hinsichtlich der zu erreichenden Ziele nicht genüge tragen können. Insbesondere die Erweiterung und Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen scheinen unter „herkömmlichen" pädagogischen Arbeitsweisen oftmals zu scheitern.

Korittko und Pleyer: „Familien wurden als Multiproblemfamilien etikettiert, ohne dass traumatische Zusammenhänge zur Kenntnis genommen wurden. Die erzieherischen Inkompetenzen der Eltern wurden stattdessen pädagogisch zu korrigieren versucht."

Häufig werden keine Zusammenhänge zwischen elterlichen traumatischen Erfahrungen oder Belastungen gesehen, wodurch die Kinder zum Symptomträger werden. Ein traumasensibler Zugang bietet hier eine neue Perspektive und Verstehensmöglichkeiten.

Systemisches Traumakonzept

Psychische Traumaerfahrungen werden oft als individuumzentriertes Ereignis verstanden. Dabei werden jedoch wichtige Merkmale außer Acht gelassen: Traumatische Ereignisse entfalten ihre Wirkungen nicht in der direkten Erfahrung, sondern durch die Bewältigungsmechanismen des Einzelnen in Kommunikation mit sich selbst und anderen.

Co-traumatische Prozesse

Manifestieren sich in Beziehungsmustern aus Bindungsbedürfnissen, Beziehungsabhängigkeit und Unentrinnbarkeit der Situation – ein eigenständiger Stressfaktor.

Generationsübergreifende Perspektive

Traumatische Erlebnisse können von einer Generation auf die andere weitergegeben werden – einschließlich der emotionalen Schwierigkeiten.

Aufgaben und Ziele

Im Rahmen der traumapädagogischen Begleitung ist es wichtig, möglichst frühzeitig das gesamte Familiensystem zu entlasten, um einen chronischen Verlauf zu verhindern oder zu unterbrechen.

Wichtig zu beachten:

Im Rahmen der Traumapädagogik findet keine THERAPIE statt. Viele traumatisierte Menschen sind kognitiv und emotional nicht in der Lage, sich einer solchen zu stellen, verfügen jedoch über Alltagsschwierigkeiten in ihren Lebenswelten. Die Aufgabe ist es, diese Menschen zu stabilisieren.

Wesentliche Methoden

Genogrammarbeit
Biografiearbeit
Teilearbeit
Externalisierung
Zugang zu Gefühlen schaffen
Ressourcenaktivierung
Konzept des sicheren Ortes
Psychoedukation
Elterliche Wirksamkeit stärken
Beziehungsmuster unterbrechen
Stabilisierung
Kontextorientierung

Rahmenbedingungen & Qualitätssicherung

Teambesetzung: Mindestens zwei Mitarbeiter pro Familie, davon mindestens einer mit Fortbildung zum systemischen Familientherapeuten und zur Traumafachberater:in bzw. Traumapädagog:in

Betreuungszeit: In der Regel 8 Stunden pro Woche, bedarfsorientiert anpassbar

Zeitaufteilung: 2/3 direkte Arbeit mit Familie und sozialem Umfeld, 1/3 indirekte Zeiten für Teambesprechungen, Fortbildung, Supervision

Qualifikation: Studium der Sozialpädagogik/Sozialarbeit oder Diplompädagogik mit mehrjähriger Berufserfahrung, Schwerpunkt systemische Familientherapie

Interesse an unseren Arbeitsweisen & Konzepten?

Wir beraten Sie gerne zu den passenden Ansätzen für Ihre individuelle Situation und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein maßgeschneidertes Konzept.

Fundierte Methoden mit nachweislicher Wirkung

Wissenschaftlich

Fundierte Ansätze

Praxiserprobt

Langjährige Erfahrung

Wirksam

Nachhaltige Erfolge